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„Glaub'
nicht blind was andere sagen – auch dem Buddha nicht. Finde
selbst heraus, was Zufriedenheit, Klarheit und Ruhe bringt.”
(Buddha)
Der Begriff Buddhismus ist eine westliche Erfindung.
Die Erkenntnisse des historischen Siddharta Gautama, später
Buddha (der Erwachte) genannt, heissen eigentlich
„Dharma”. Die Lebensweise der Menschen, die sich
durch diese Aussagen inspiriert fühlen und sie im täglichen
Leben anwenden, wird „Dharma-Praxis”
genannt.
Darin drückt sich ein wesentliches Element des Buddhismus aus:
der praktische Aspekt, eine Aufforderung zum Handeln.
Worum geht es?
Im Grunde geht es darum, einen eigenen, kreativen Weg zu einem glücklichen
Leben zu finden. Die Frage nach dem Glück beinhaltet gleichzeitig
die Frage nach dem Umgang mit unseren Ängsten, den kleinen
und grossen Problemen des Alltags und der existentiellen Angst vor
dem Tod.
Nach seinem „Erwachen”
hat der Buddha den „mittleren Weg”
dargelegt, einen Lebensstil, der Extreme vermeidet: weder extremer
Konsum noch Askese. Dann formulierte er die „vier
adelnden Wahrheiten”: die Angst muss verstanden werden,
von ihrem Ursprung muss abgelassen werden, ihr Aufhören muss
verwirklicht werden und der Weg muss geübt werden.
Der Weg, der geübt werden muss
ist bekannt als der „achtfache
Pfad”, in dem vor allem Ethik, Meditation und die Entwicklung
von Empathie oder Mitgefühl erläutert werden.
(für
eine ausführliche Darstellung: Buddhismus für Ungläubige,
Stephen Batchelor, Fischer Taschenbuch).
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Wenn diese Aussagen nicht verstanden werden als eine Anleitung zum
Handeln, sondern als Fakten, die geglaubt werden müssen, dann
wird die parktische Philosophie des Siddharta Gautama zur Religion.
Der Buddha war kein Mystiker, sondern ein Mensch, der versucht hat,
Freiheit zu verwirklichen. Freiheit in seinem Sinn bedeutet die
Freiheit von den Zwängen des „Begehrens”, d.h.
dem illusionären Versuch, dauerhaftes Glück zu erreichen
durch „mehr” und „festhalten”.
Der Buddha war ein Wissenschaftler
Buddha (‘der Erwachte’) ist kein Gott sondern war ein
Mensch wie Sie. Zur Erforschung des menschlichen Geistes benützte
er die jedermann verfügbaren Mittel des Bewusstseins.
Buddhismus ist auch keine Religion, auch wenn manche kulturell bedingten
Äußerlichkeiten dies vermuten lassen. Die buddhistische
Lehre ist nichts, woran man glaubt oder nicht glaubt.
Die buddhistische Philosophie und Psychologie ist eine Lehre der
Erkundung des eigenen Geistes, des eigenen Lebens.
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